Am Dienstag, den 21.6. unternahmen die NwT – Gruppen der Klassen 9b und 9d eine Exkursion zur Landeswasserversorgung in Langenau.

Die Landeswasserversorgung Langenau wurde im Jahre 1912 gegründet und versorgt den Umkreis von Stuttgart sowie den Bereich zwischen Stuttgart und Ulm mit Trinkwasser.
In Baden-Württemberg gibt es eine Wasserarmut, da das Wasser z.B. auf der Schwäbischen Alb an der Oberfläche schnell versickert. Das Wasser versickert aufgrund der vielen Hohlräume des Kalkgesteins sehr schnell. Somit herrscht Wasserarmut an der Oberfläche und Wasserüberschuss im Untergrund. Früher löste man dieses Problem mithilfe von Hülen. Die Menschen haben Gruben in den Boden gegraben und die Oberfläche mit Lehm überzogen. Somit hat sich das Regenwasser in der Grube gesammelt und man hatte Trinkwasser, welches jedoch häufig verschmutzt war und mit Krankheitserregern belastet war.

Dieses Wasserproblem löst heute die Landeswasserversorgung Langenau, indem sie das Karstwasser, das von der Schwäbischen Alb in das Donauried fließt, reinigt und mithilfe von Rohrleitungen an die Menschen verteilt. Außerdem benutzt sie das Wasser der Donau, dieses benötigt aber einen besseren und längeren Reinigungsprozess.
Der Reinigungsprozess beginnt mit einer Vorreinigung der sogenannten Flockungssedimentation. In das Wasser wird eine Eisensalzlösung gegeben, an die sich die Substanzen binden und große Toneisenflocken bilden, die sedimentieren. Nach der Vorreinigung findet eine Ozonierung statt, bei der das Wasser mithilfe des Gases Ozon desinfiziert wird. Danach wird das Wasser mithilfe der Aktivkohle filtriert. Dabei adsorbieren an der großen Oberfläche der Aktivkohle die Schmutzstoffe . Im letzten Schritt wird das Wasser mithilfe von UV-Licht nochmals desinfiziert. Zum Schluss wird das Wasser in einem großen Becken mit einem Volumen von 10.000 m3 gespeichert und es wird Chlor hinzugefügt, um das Wasser weiterhin sauber zu halten.

Florence Albrecht, Klasse 9b