Vom 10. bis 12. Juli 2012 fuhr die Lateingruppe der 10. Klassen nach Trier (lat. Augusta Treverorum), in die älteste Stadt Deutschlands, die unter Kaiser Konstantin sogar Hauptstadt des weströmischen Reiches war und innerhalb Deutschlands die meisten und sehenswertesten römischen Gebäude zu bieten hat.

Nach der Zugfahrt über Stuttgart, Mannheim, das Rheintal und das Moseltal trafen wir pünktlich um 13.46 Uhr in Trier ein und machten uns mit dem Gepäck auf den Weg in unsere Unterkunft, den Warsberger Hof, der mitten in der Altstadt von Trier liegt. Natürlich betraten wir „Trier“ durch das römische Stadttor, die berühmte Porta Nigra (schwarzes Tor).

Der erste Nachmittag stand ganz im Zeichen der großen Hallenbauten: Der Trierer Dom, an der Stelle und unter Verwendung von Säulen des ehemaligen römischen Kaiserpalastes gebaut, und die Konstantinsbasilika gaben uns eine Vorstellung von der Größe römischer Architektur. Der Hunger ließ da nicht lange auf sich warten, und so wurde gleich zum Platz neben der  Basilika ein größeres Kontingent Pizza geordert – eine Art Pizza hatten die alten Römer ja auch schon…

Am nächsten Tag stromerten wir durch die Gänge und Bögen der Kaiserthermen. Gut war, dass auch hier  die „Führung“  von uns selbst organisiert war, so dass uns langatmige Erklärungen von bezahlten „monstratores“ (Fremdenführer) erspart blieben. Von den Thermen ging’s gleich weiter zu dem von Weinbergen umgebenen Amphitheater, wo ein Fun-Wettkampf stattfand – der Zieleinlauf des „Wagenrennens“ war ebenso dramatisch wie schmerzhaft. Der Rest des Nachmittags stand uns zu freier Verfügung. Abends stand noch eine Wanderung zur Mariensäule auf dem Programm, um vom anderen Moselufer aus „den Blick auf die Lichter der Stadt genießen“  zu können. Um es kurz zu machen: Die Götter waren dagegen: Kaum waren wir an der Mariensäule angelangt, zog in Sekundenbruchteilen eine unnatürlich schwarze Wolke um’s Eck, womit dann auch das Abendprogramm auf „Heimlaufen im Regen“ reduziert war. Die Schuhe waren nass und blieben diesmal auf dem Gang.

Das Wetter war am letzten Vormittag leider auch nicht besser, so dass es ein Glück war, dass wir als Programmpunkt sowieso etwas „im Trockenen“ hatten, nämlich das Rheinische Landesmuseum mit einer reichen Auswahl an römischen Reliefs, Mosaiken, Alltagsgegenständen etc. Bis es wieder zurück zum Bahnhof ging, hatten wir die Möglichkeit, im Hallenbad schwimmen zu gehen oder uns noch in der Stadt umzusehen. Die Bahn war auch auf dem Rückweg pünktlich, und so kamen wir um 21.49 Uhr wieder in Ulm an.

unsere „tessera“