Frühere Musikprojekte


Aufführungen

Im Schuljahr 95/96 war dies das Motto des Chores, der im Sommer ‘96 das Musical „Linie 1“ aufführte. Dies war ein sehr arbeitsaufwendiges Projekt und außer unserem Chorleiter mussten noch einige anderen Lehrer helfen, denn es mussten ja nicht nur die Songs, sondern auch das Schauspiel und das Bühnenbild gemacht werden.

Für das Musical wurde extra eine Schulband gegründet, die den Chor und die Solisten begleitete. Diese bestand aus drei Saxophonen, zwei Gitarren, einem Baß, einem Keyboard und einem Schlagzeug.

Auch bildete sich eine Tanzgruppe, die während einigen Songs ihr Bestes gab. Bei der Choreographie und der Einübung der Tänze wurden sie von zwei Sportlehrerinnen unterstützt.

Bei den Beteiligten dürfen natürlich die Mädchen von der Maske nicht vergessen werden, die während der Probenzeit ein Kleidersammlung durchführten und daraus die Kostüme zusammenstellten und vor jeder Aufführung alle Schauspieler schminkten.

Nach einem anstrengenden Probenjahr war es dann endlich soweit:

An einem Montagmorgen war die erste Aufführung – eine Schülervorstellung. Leider kam im Publikum keine richtige Stimmung auf und alle waren etwas frustriert. Dies änderte sich jedoch während den nächsten drei Abendvorstellungen, die alle ein voller Erfolg wurden.

 

 Inhalt

Das Mädchen, das in diesem Musical die Hauptrolle spielt, kommt, nachdem es von zuhause abgehauen ist, früh morgens am Bahnhof Zoo in Berlin an. Es will zu seinem „Freund“, einem Rocksänger, der mit seiner Band in seinem Dorf gastierte. Während es mit der U–Bahn nach Kreuzberg fährt, stellt es die Kälte zwischen den Menschen dieser Großstadt fest.

Endlich angekommen trifft es auf Bambi, dem es gleich den Kopf verdreht. Dieser sagt ihm, daß sein Märchenprinz Johnnie es belogen hat, denn die Straße, in der er angeblich wohnt, gibt es in Berlin gar nicht. Bambi verspricht dem Mädchen jedoch, da sein Freund Kleister, der gerade mit seiner drogenabhängigen Freundin Lumpi dazukommt, den Rocksänger kennt, diesen zu finden. In der Zwischenzeit soll es zurück zum Bahnhof Zoo fahren und sich hier von der Buletten–Trude etwas zu essen geben lassen

Auf der Fahrt trifft das Mädchen auf eine Vielzahl von Personen, z.B. auf einen Jungen mit Hut und langem Mantel, der sie merkwürdig anschaut und dann verfolgt, auf eine Familie, die gerade einen Ausflug machen möchte, auf zwei ältere Frauen, die sich über ihre Krankheiten unterhalten, auf ein Schwulenpärchen und auf einen Mann, der sich über einen rauchenden Ausländer aufregt. Das Mädchen macht Bekanntschaft mit den beiden Schulschwänzerinnen Risi und Bisi.

Während es sich gerade mit Bisi, die Heiraten und Kinder schrecklich findet, unterhält, kommen die Kontrolleure, die die Fahrscheine sehen wollen. Ihm ist dabei ziemlich mulmig, weil es keinen hat, allerdings muß es feststellen, daß sich die „Kontrollettis“ nur mit dem Ausländer beschäftigen.

Nach dieser Kontrolle steigt Maria in die U–Bahn. Sie ist arbeitslos und sucht vergeblich nach einer Stelle als Altenpflegerin. Sie sieht das Mädchen, das gerade vor Verzweiflung weint, heitert es auf und macht ihm Mut. Außerdem versichert sie ihm, daß der Junge mit Hut und Mantel harmlos ist.

Nach der Fahrt trifft das Mädchen bei der Buletten–Trude auf den Zuhälter Mondo, der ihm Schlafmittel in den Kaffee schüttet. Es wird Mondo gerade noch los und schläft in der U–Bahn ein.

Es wird von vier alten Damen, den Wilmersdorfer Witwen, geweckt, die sich über das unsittliche Benehmen – das Mädchen hatte beim Schlafen die Beine auf den Sitz gelegt – aufregen. Eine Sozialdemokratin, die das Mädchen unterstützt, legt sich dadurch mit den vier Nazi–Tanten an, es kommt zu einem Wortgefecht.

Später muß das Mädchen miterleben, wie der Zug plötzlich bremst, weil Lumpi ihrem Leben ein Ende gesetzt und sich vor die U–Bahn geworfen hat.

Bei der letzten U–Bahnfahrt begegnet es noch einigen anderen Charakteren.

Schließlich kommt es zum großen Finale: Bambi hat Johnnie aufgetrieben, der versucht das Mädchen zurückzugewinnen. Dieses läßt jedoch sowohl ihn wie auch Bambi stehen und entscheidet sich für den Jungen mit Hut und Mantel.

 

Songtexte

Warten!

Die Tür schnappt zu, der Zug fährt ab,
zurückbleiben, mal wieder zu knapp.
Es war immer so, zurückbleiben und warten.
Die Schaukel auf dem Hof, das Karussel,
zurückbleiben, ich kann nicht so schnell.
Es war immer so, zurückbleiben und warten.

 

Die Wohnung mit Balkon, die Frau für‘s Leben,
der echt gute Job schon vergeben schon vergeben,
zurückbleiben, es ist immer zu knapp,
die Tür schlägt zu, der Zug fährt ab.
Ich hab die Regeln längst kapiert,
zurückbleiben und warten.

 

Warten auf den nächsten vollen Zug,
warten auf den nächsten kleinen Schluck,
warten auf die Säcke im Betrieb,
auf ein Leben leer wie ein zerissenes Sieb.
Warten, daß dieser Tag vorbei geht,
warten, daß meine Pumpe durchdreht.
Warten, auf den letzten großen Knall,
auf Rheuma, Krebs, Gehirnzerfall.
Warten! Warten, auf was denn schon?
Warten auf irgendeine Explosion.
Warten, in versyphtem U–Bahn- -Schacht,
während draußen supergeil die Sonne lacht.
Warten!

Gegenüber
Du sitzt mir gegenüber und schaust an mir vorbei.
Ich seh dich jeden morgen und manchmal auch um drei.
Du bist mir mal sympathisch und manchmal eine Qual.
Aber meistens egal, total egal.
Aber meistens egal, total egal.
Du sitzt mir jede Woche eine Stunde vis–a–vis.
Mit unbewegter Miene und wackelst mit dem Knie.
Wer weiß wo du beschäftigt bist Fabrik, Büro, Lokal,
mir iss’ es egal, total egal,
mir iss’ es egal, total egal.Ich nenn dich einfach Waldemar.
Dein Wackelarsch ist wunderbar.
Waldemar – wunderbar.
Du bist bestimmt ein dummer Hund.
Du riechst wahrscheinlich aus dem Mund.
Dummer Hund – aus dem Mund.
Ich sehe dich in schwarzem Straps.
Ich putz dich weg mit einem Haps.
Schwarzem Straps.
Vielleicht findst du mich lächerlich,
vielleicht wär ich der Traum für dich. Du sitzt mir gegenüber, ich weiß nicht mehr seit wann.
Ich hatte mal die Schnapsidee, ich sprech dich einfach an.
Doch wann, wie, wo, worüber und warum verdammt noch mal,
du bist doch egal, total egal,
du bist doch egal, total egal.
Du sitzt mir gegenüber und schaust an mir vorbei.
Ich seh dich jeden morgen und manchmal auch um drei.
Du bist ein Stückchen U–Bahn, du bist mir scheißegal.
und bleibst du einmal weg, ich glaub ich merks nicht mal.
und bleibst du einmal weg, ich glaub ich merks nicht mal.Wie schade, wie schade, wie schade, wie schade, wie schade.


Von 1995 bis 2005 bestand am Albert-Einstein-Gymnasium ein Mädchen-Kammerchor, der von Herrn Harald Müller geleitet wurde.

Pressebericht vom 13.06.2005:

 Höhepunkte:

  • Aufnahme einer CD (1997)
  • Teilnahme an Schulchortagen 1997 (Ulm),1999 (Rastatt), 2003 (Bühl)
  • Auftritte im weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart (1998/2003)
  • Konzertfahrt nach Ungarn (1999)
  • Auftritt zur Eröffnung des 150.Sängerfestes des Schwäbischen Sängerbundes in Ulm (1999)
  • Aufführung der Missa in A-Dur von J.G.Rheinberger im Rahmen eines geistlichen Konzertes in der Wengenkirche. (2003)
  • Jubiläumskonzert zum 10-jährigen Bestehen des Kammerchors in der Wengenkirche (2005)

Hörbeispiele: