„Neugierig betreten Sie die verlassene Holzfällerhütte, als die Tür hinter Ihnen mit einem vernehmlichen Klicken ins Schloss fällt. Bestürzt stellen Sie fest, dass in einer Stunde die Schneemassen als Folge einer Lawinensprengung die Hütte unter sich begraben werden. Sie haben eine letzte Chance: Lösen Sie alle Rätsel, die Sie in diesem Raum finden und erhalten Sie als Belohnung den Zweitschlüssel, der hier irgendwo verborgen wurde und Ihr einziger Weg ist, in die Freiheit zu gelangen…“Bett und Kamin

So beginnt das Spiel, das die Klasse 7e für eine Gruppe von vier bis sechs Rätselknackern konzipiert hat. Egal ob Glückskekse, Tresor, Globus oder Kamin, so gut wie jeder Gegenstand im Raum wird benötigt, um eines der etwa 30 Rätsel zu lösen. Dabei kommt es vor allem auf Kommunikation und Koordination der Teilnehmer an, damit die Gruppe den Überblick über den Fortschritt im Spiel im Auge behält. Hat man sich dann durch die Vielzahl von verborgenen Hinweisen, Doppeldeutigkeiten und Aufgaben aller Art geknobelt, hält man alle Informationen in Händen, die nötig sind, den rettenden Schlüssel aus dem versteckten Wandsafe zu befreien. Eine erfahrene Gruppe wird dazu nicht weniger als 45 Minuten benötigen, denn die Zusammenhänge sind zwar allesamt logisch, doch wie es sich für einen Rätselraum gehört, eben auch kryptisch. Die Rätsel verlangen – und verdienen – ein dementsprechendes Maß an Kopfarbeit, doch die Motivation ist hoch, denn die Klasse 7e hat alles in liebevoller Detailarbeit selbst hergestellt und gestaltet. „Alles ging im letzten Schuljahr los, als Herr Meisl uns von einem Rätselraum in Stuttgart berichtet hat und uns fragte, ob wir Interesse hätte, einen solchen Escaperaum als Jahresprojekt selbst zu bauen. Natürlich waren wir sofort Feuer und Flamme und es hat tatsächlich fast ein Jahr gedauert, bis alle Details fertig waren.“Klasse

Zuerst wurden fünf eigenständige Rätselgruppen gegründet, eine Dokumentationsgruppe und ein Dekorationsteam. Jede Gruppe plante dann von September bis Pfingsten ein Rätsel, filmte die Arbeiten oder tüftelte an Requisiten. Dann wurde es ernst: Raum 18 des Albert-Einstein-Gymnasiums wurde zur Holzfällerhütte umgestaltet und die einzelnen Rätsel erhielten ihren Platz. Natürlich durften Beleuchtung und Hintergrundmusik nicht fehlen, um eine angemessene Atmosphäre zu schaffen. Große Hilfe erhielt die Klasse dabei von zwei Mitarbeitern der Escape-Rooms Neu-Ulm, die mit vielen praktischen Tipps zur Stelle waren.

Das Ergebnis konnte sich schließlich an den Projekttagen wahrlich sehen lassen. Egal ob Lehrer-, Schüler-, oder Elterngruppen, alle Köpfe rauchten und dem Einfallsreichtum der Spieler wurden keine Grenzen gesetzt. Als besondere Auszeichnung besuchte Frau Eckert von Radio 7 den Rätselraum und interviewte die Schülerinnen und Schüler. Die beiden daraus entstandenen Beiträge sind als Links diesem Artikel angehängt.

Wir danken allen Unterstützern unseres Projekts „Holzfällerhütte“, besonders den Eltern, die uns zahlreiche Einrichtungsgegenstände zur Verfügung gestellt haben und beim Herstellen der Requisiten mithalfen. Außerdem gebührt unser Dank der Schulleitung, die uns Raum 18 exklusiv zur Verwendung überlassen hat und dem Hausmeister Herrn Babijcuk, der geduldig allen unseren Sonderwünschen offen und kooperativ gegenüberstand.

Radiobeitrag 1     
Albert Einstein Gymnasium 2