Zeitungsartikel Argenton Mai 2014

Zeitungsartikel Argenton Mai 2014

Erfahrungsbericht unseres Frankreichaustausches im Mai 2014:

„Tu as faim?“ … „Tu veux faire quoi?“ … „Tu as bien dormi?“ … Das waren wohl die häufigsten Sätze, die die deutschen Schüler in den letzten Tagen in ihren Gastfamilien gehört haben. Im Rahmen des Frankreichaustauschs verbrachten 27 deutsche Schüler zehn Tage im wunderschönen Argenton-sur-Creuse, welches sich in einem ländlichen Teil im Zentrum Frankreichs befindet.
Ein abwechslungsreiches Programm begleitete sowohl die deutschen als auch die französischen Schüler während der gesamten Zeit.
Am Montag den 19. Mai erreichte der Bus um 20:30 Uhr nach etwa 13 Stunden Fahrt endlich das Ziel – das Wiedersehen war eine große Freude! Alle waren gespannt, was sie zuhause bei ihren Austauschpartnern erwartet… Einige brauchten etwas länger, um sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden.
Der nächste Tag begann für die Deutschen ungewohnt spät um 8:30 Uhr mit einer kleinen Führung durch das Schulgebäude. Hierbei wurde den meisten erst klar, wie unterschiedlich unsere Schulen doch teilweise sind. Nach dem gemeinsamen Essen in der Schulkantine ging es für die Deutschen erneut alleine los – „14 Uhr: Rallye dans Argenton“ stand auf dem Programm. Die Rallye, für welche 2 Stunden eingeplant waren, gestaltete sich als einfacher als gedacht und so blieb noch reichlich Zeit, um sich selbst ein Bild von Argenton zu machen.
Der darauffolgende Tag begann erstmal mit Unterricht und auch hier konnten wieder einige Unterschiede zu unserer deutschen Schule festgestellt werden. Die gesamte Atmosphäre ist viel ruhiger und man hat beinahe das Gefühl, als sei ein Großteil der Klasse recht motiviert. ;-) Gearbeitet wird nicht wie bei uns hauptsächlich mit Tafelaufschrieben oder Folien, sondern vor allem mit dem Computer; also werden die vorgetippten Aufschriebe mit dem Beamer an die Wand projiziert. Nachdem der Nachmittag in den Gastfamilien verbracht wurde, traf man sich um 18 Uhr zum „Gemeinsamen Abend“ im Château de Chabenet. Hier stand neben einem kleinen Film des Deutschlandbesuchs im Dezember letzten Jahres vor allem das kalte Buffet mit den französischen Spezialitäten im Vordergrund.
Am Donnerstag ging es gemeinsam mit den Franzosen in das 2 Stunden entfernte Bourges. Nach einer kleinen Führung blieb noch viel Zeit zum bummeln und sonnen.
Der Freitag begann wieder mit Unterricht. Nach dem gemeinsamen Essen verabschiedeten sich die Deutschen wieder, um einen Kletterwald in der Nähe zu besuchen. Abgesehen von dem leichten Regen, war es ein wirklich schöner Tag.
Das Wochenende gehörte ganz den Familien.
Nach dem vergangenen Besuch in Bourges stand nun am Montag Limoges auf dem Programm, doch zuerst ging es für alle in eine alte Papiermühle. Neben viel Geschichtlichem wurde auch selbst Papier hergestellt und mit alten Methoden bedruckt. In Limoges blieb wieder viel Zeit zum bummeln, nur leider spielte dieses Mal das Wetter nicht mit – es regnete in Strömen!
Nach 2 Stunden Unterricht machten die Deutschen am Dienstag eine Fahrradtour. Aufgrund der, für die Wege teilweise ungeeigneten Fahrrädern, einigen Fahrradpannen sowie der Uneinigkeit über die Fahrgeschwindigkeit, war dieser Ausflug vermutlich nicht für alle ein schönes Erlebnis; aber zumindest schien die Sonne!
Mittwoch war für die Deutschen der letzte Schultag. Nach 4 Stunden Unterricht wurden die deutschen und französischen Schüler jedoch schon entlassen und verbrachten den Nachmittag in den Familien bzw. im Zentrum Argentons.
Aufgrund des Feiertages am Donnerstag entfiel auch in Frankreich der Unterricht, sodass der letzte Tag nur den Familien gehörte.
Und das waren sie auch schon, zehn wundervolle Tage in Frankreich. Während der langen Heimfahrt konnten die gesammelten Eindrücke und Erfahrungen nochmal verarbeitet werden, vor allem jedoch wurde viel geschlafen ;-)
Wieviel nun wirklich von der Sprache hängengeblieben ist, hängt davon ab, wieviel in der Familie gesprochen wurde; und das war sehr unterschiedlich! Dennoch sagte die praktische Anwendung von französisch allen zu und vielleicht kann man mit den neuen Schlüssen sogar den Unterricht bereichern.
Insgesamt war es für alle eine interessante Erfahrung und wir hoffen, dass sich auch in den nächsten Jahren wieder viele Schüler dazu entscheiden, an dem Austausch mit Argenton-sur-Creuse teilzunehmen.

Impressionen: