Hr. Meyer stellt sich den Fragen der 8b zum Thema „Medien an unserer Schule“

Im Rahmen des Deutschunterrichts bei Fr. Fahrenschon:


8b: Wie stehen Sie zur Nutzung von sozialen Netzwerken durch die Schüler? Nutzen Sie selbst welche?

Hr. Meyer: Zur zweiten Frage: Ja, ich bin bei Facebook, nutze es allerdings kaum. WhatsApp ist Standard und wenn man mit den eigenen Kindern schnell etwas besprechen möchte, dann ist es sehr hilfreich. Von Schülern wird es sinnvoll genutzt, um Hausaufgaben, Termine und Klassenarbeiten abzusprechen. Als Schulleiter erlebe ich aber auch die negative Seite, dass freizügige Fotos getauscht werden. In gleicher Weise ist Cybermobbing ein großes und äußerst sensibles Thema. Hier ist es Aufgabe der Schule, zu informieren und Verhaltensregeln zu vermitteln und da hoffen wir, dass wir euch auch erreichen.

8b: Könnten Sie sich vorstellen, Ihren Unterricht in Zukunft mit Tablets und Computern zu führen?

Hr. Meyer: Ja, aber nicht ausschließlich! Ich selbst war früher der Ausbilder der Multimediaberater, deshalb ist eine große Affinität bei mir da. In meinem Lateinunterricht habe ich eine Moodle-Plattform, mit der ich mit den Schülern arbeite. Tablet ist sehr sinnvoll, entscheidendes Stichwort ist jedoch der Mehrwert: Bei dem Einsatz der neuen Medien muss mehr dabei herauskommen, als wenn ich die Tafel nutze. Und in manchen Situationen sind Tafel und Buch effektiver.

8b: Welche Pläne haben Sie für die Verbesserung der Mediengestaltung?

Hr. Meyer: Das kann ich so kurz gar nicht beantworten. Es gibt verschiedene Ansätze: schnellere Anbindung, einfacherer Einsatz von Netbooks, ein Computerraum wird neu ausgestattet, Stichwort Medienentwicklungsplan, Überlegungen in verschiedenen Fachschaften, W-Lan-Anbindung der Beamer in einigen Räumen, ein Mathematikkollege, der mit seinem Handy über Beamer arbeitet. Die neuen Medien, wobei die ja so neu nicht mehr sind, haben einen festen Platz, den wir aktiv weiterentwickeln müssen.

8b: Wieso hat unsere Schule Geld für neue Türen ausgegeben und nicht für die Aufstockung der Computerräume?

Hr. Meyer: Da muss man differenzieren: Die Türen waren Brandschutzmaßnahmen der Stadt Ulm und dazu ist der Schulträger aufgrund der Sicherheitsvorschriften verpflichtet. Die Stadt Ulm als Schulträger erneuert auch in regelmäßigen Abständen die Computerräume. Dieses Jahr haben wir es aus eigenen Haushaltsmitteln geschafft und Frau Scholz wird einen Computerraum mit Computern neu ausstatten.

8b: Werden wir auch Medienberater an unserer Schule haben?

Hr. Meyer: Ja, Hr. Dentler ist in der Ausbildung zum Multimediaberater und wird Hauptansprechpartner!

8b: Warum ist es für Sie so wichtig, dass wir hier an der Schule ein Handyverbot haben?

Hr. Meyer: Diese Frage wird mir oft gestellt und auch mit der SMV diskutiert. Ich möchte weiter ausholen: Es gibt das Kommunikationsgesetz, das besagt: Ihr dürft eure Handys mit in die Schule nehmen. Im Schulgesetzt ist geregelt, dass die Lehrkraft alles unternehmen darf, dass sie geordnet und ruhig unterrichten kann. Jetzt könnt ihr euch vorstellen, dass, wenn alle zwei Minuten ein Handy klingelt oder piepst, kein geordneter Unterricht mehr möglich ist. Eine Mutter berichtete mir an einem meiner ersten Elternabende, ihr Sohn sei krank gewesen und habe den ganzen Tag über beständig Mitteilungen bekommen, also wird aus dem Unterricht heraus eine WhatsApp geschickt. Das sollte nicht der Fall sein. Darüber hinaus spielt das Thema Gefährdung eine Rolle: Es wird ganz schnell von jemanden ein Foto in einer ungünstigen Situation gemacht und dieses Foto wird dann gepostet. Das ist wirklich die große Gefahr bei Social Medias, das dann zehn andere schon das Bild haben, auch wenn man eines löscht. Das ist die Gefährdung und deswegen wollen wir euch damit schützen, indem wir sagen, Handys während der Schulzeit sind nicht erlaubt.

8b: Welches Handy benutzen Sie selbst?

Hr. Meyer: Ein Smartphone, die Marke möchte ich nicht verraten!

8b: Spielen Sie selbst digitale Spiele auf Ihrem Handy?

Hr. Meyer: Ich habe vor Jahren ein bisschen gespielt, aber ich bin nicht der Spieler. Meine Söhne spielen leidenschaftlich gern und ich schaue dabei zu. Es fasziniert mich aber nicht, ich probiere lieber ein neues Programm aus. Und wenn meine Frau früher sagte, ich sitze schon wieder so lange am PC, konnte ich immer sagen, das ist Arbeit, das ist für meine Multimedia-Fortbildung! Bildbearbeitung oder ein neues Programm ausprobieren faszinieren mich persönlich mehr.

8b: Wie möchten Sie das Thema Medien im neuen Bildungsplan umsetzen?

Hr. Meyer: Sinnvoll! Stichwort Medienentwicklungsplan und Mehrwert: Wenn ich eine Rede im Fremdsprachenunterricht einsetzen möchte, kann es nicht sein, dass ich 10 Minuten brauche, bis der Beamer läuft.

8b: Danke für Ihre Zeit!