Limun 2018 – Eröffnungsveranstaltung, 23.2.18

London, 22.2.-25.2.18: Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir. Unter diesem Motto fuhren 12 Schüler der Klassen 10 und 11 und zwei Begleitlehrer zur diesjährigen Model UN Konferenz in London an das renommierte Imperial College.

1500 Teilnehmer aus aller Welt vertraten auf der dreitägigen Veranstaltung -eine Simulation der Arbeit der UNO – die Ansichten aus über 190 Nationen in mehr als 30 Komitees der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen. Dabei schlüpften die Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums in die Rollen von Diplomaten aus der Ukraine, Simbabwes, Gabuns, Äthiopiens und Angolas und vertraten ihre Positionen in UN-Organisationen wie der Internationalen Atomenergie-Organisation oder der UN-Menschen-rechtskommission. „LIMUN ist mehr als nur eine politische Simulation, viel mehr ist sie eine Art Zusammenkommen politisch denkender Personen und […] eine Chance des Networkings und Kennenlernens verschiedenster Personen aus der ganzen Welt.“ (David, Klasse 10)

Zur intensiven Vorbereitung, die in einer Model UN AG unter Leitung des Politiklehrers, Herrn Zloch, seit Anfang des Schuljahres stattfand, gehörte auch der Besuch an der Deutschen Botschaft in London. Die „Schuldiplomaten“ wurden von Herrn Darius Rahimi (Minister Counsellor), dem stellvertretenden Leiter der Politischen Abteilung, empfangen und in einem zweistündigen Gespräch über die diplomatische Welt und die deutschen Auslandsvertretungen informiert.

Als der Vertreter der Deutschen Botschaft – übrigens ein waschechter Biberacher – von seinen Erfahrungen aus 450 Tagen Verhandlungsführung mit Iranern, Russen und Amerikanern bei den Verhandlungen zum iranischen Atom-Deal berichtete, standen viele Münder der Nachwuchsdiplomaten offen und man konnte eine Stecknadel fallen hören. Aber auch seine Eindrücke von Auslandsverwendungen im Kosovo oder in Lagos hinterließen einen bleibenden Eindruck und so konnten die Teilnehmer der AG nach einer ausgiebigen Fragerunde gut gerüstet in die Konferenz am Imperial College gehen und dort ihre Rollen als Diplomaten hervorragend ausfüllen.

Die Schülerdelegation im Gespräch mit Herrn Rahimi an der Deutschen Botschaft London

Eröffnet wurde die Konferenz u.a. mit Reden des ehemaligen mazedonischen Außenministers, Dr.Srgjan Kerim und des britischen UN-Under-Secretary-General for Humanitarian Affairs, Sir Stephen O´Brien. Als Veranstaltungsort diente die ehrwürdige Central Hall Westminster, in der 1946 die erste UN-Generalversammlung tagte. Danach ging es nach South-Kensington, dem Sitz des Imperial College, an dem die Arbeit der Komitees begann. Trotz der beeindruckenden Kulisse und der vorwiegend aus Universitäten – von der Cairo University bis zur LMU München – stammenden Mitstreiter, ließen sich die 12 Ulmer Schüler nicht beeindrucken und vertraten ihre Positionen auf dem diplomatischen Parkett. Wie in der realen Welt der internationalen Diplomatie wurde um Kompromisse gerungen und Resolutionen zu den globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts entworfen.

„Die Fähigkeit zur Kompromissbereitschaft generell und auch zwischen Menschen aus den verschiedensten Ländern ist und bleibt eine sehr wichtige Kompetenz, die bei der Simulation der Vereinten Nationen in London besonders gefördert wurde.“ (Tobias, Klasse 11)

So bleibt ein wehmütiger Blick zurück, auf Tage, die für alle Beteiligten einzigartig waren:

„LIMUN war eine der größten und einzigartigsten Erfahrungen, die ich je gemacht habe.“ (Christopher, Klasse 10)

 „LIMUN hat mich sprachlich sowie menschlich weitergebracht und mir eine neue Sicht auf das politische Denken anderer Länder und Personen ermöglicht.“ (Felix, Klasse 11)

 „LIMUN war in den Bereichen Politik, Kultur, Soziales und Rhetorik eine unglaubliche Erfahrung und Bereicherung.“ (Joshua, Klasse 10)

 „LIMUN war für uns ein unvergleichlicher Mehrwert in Sachen Kultur, Sprache und Politik.“ (Max, Klasse 11)

„LIMUN ermöglicht nicht nur die Förderung persönlicher Kompetenzen und Interessen, sondern prägt zusätzlich auch maßgebend die Persönlichkeit junger Menschen und den internationalen Kontakt.“ (Daniel, Klasse 11)

„LIMUN bietet interessierten Jugendlichen eine einzigartige Möglichkeit sich neue Perspektiven zu erschließen, Menschen aus aller Welt kennen zu lernen und sich individuell weiter zu entwickeln.“ (Olli, Klasse 11)

„Bei LIMUN können sich politisch und diplomatisch interessierte Jugendliche durch den Erwerb neuer Fähigkeiten und Hintergrundwissen in Bereichen der Rhetorik, Sprache und Weltpolitik weiterentwickeln.“ (Julian, Klasse 10)

 Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Sponsoren, der Stadtsparkasse Ulm und der Firma Wieland, die uns großzügig unterstützt haben!

Besonderer Dank gilt der Stadt Ulm, namentlich Frau Bürgermeister Mann und Herrn Oberbürgermeister Czisch, die unser Projekt von Anfang an mit viel Wohlwollen und Begeisterung begleitet haben und die Schirmherrschaft für „LIMUN 2018“ übernommen haben. Die Stadt Ulm wurde durch die Delegation des Albert-Einstein-Gymnasiums würdig in London vertreten und wird von Kairo bis nach Sichuan wieder ein Stückchen bekannter geworden sein.

Günter Zloch, 1.3.18

Die Delegation mit Begleitlehrer Bernd Heinemann vor der Westminster Central Hall