Also: Grabungen durchgeführt und Wälle neu aufgeschüttet haben wir zwar nicht, aber Lagerpläne erstellt, Pferde und Römer gezeichnet, den vicus (das Dorf) neben dem alten Lager mit all seinen Handwerkern bildlich wiederauferstehen lassen und etwas über das Zusammenleben von Römern, Hilfstruppen und einheimischen Germanen und Kelten im antiken Unterkirchberg gelernt.

An den vier Projekttagen versuchten sich Schülerinnen und Schüler der 5. bis 8. Klasse unter Anleitung von Herrn Jeske (Geschichte) und Herrn Krischker (Latein) vorzustellen, was sich vom 1. bis 4. Jahrhundert auf dem Sporn in Unterkirchberg wohl abgespielt haben mag, als von dort aus etwa 500 Reiter den Donaulimes und speziell den Illerübergang der „Donausüdstraße“ sicherten, um ein vor einfallenden Germanen geschütztes Leben in der römischen Provinz Rätien (Gebiet zwischen Alpen und Donau)  zu ermöglichen.

Da war diesmal nicht so sehr Phantasie gefragt als vielmehr der wissenschaftliche Abgleich mit vergleichbaren Funden und Fundstätten im von Rom besetzten Europa. Und: Die Ergebnisse unserer Gruppen waren etwas unterschiedlich, konnten sich aber sehen lassen und waren plausibel – jedenfalls wissen die ca. 60 Teilnehmer jetzt mehr über den in der Wissenschaft nicht unbekannten Wiblinger Nachbarort Unterkirchberg.

Und wer weiß, vielleicht wird ja mal wieder eine Grabungskampagne durchgeführt und eine/einer von uns ist dann dabei?