Ubi Viana est? Wo ist Viana? „Viana“, so lautet der vermutete römische Name von Unterkirchberg, wo vor 2000 Jahren ein Reiterkastell den Illerübergang der Donau-Süd-Straße sicherte.

Aber wo ist das Lager? Nun ja, sehen kann man es nicht, aber wenn man sich das Gelände etwas genauer anschaut, ist  das Römerlager gleich vor unserer Haustür sehr gut vorstellbar: Wir umrundeten das von drei Seiten durch die Bäche der Gegend unzugängliche Plateau, wir warfen wie damals die Römerinnen und Römer einen weiten Blick Richtung Ulm und Wiblingen (Orte, die es so damals noch gar nicht gab!) und wir durchschritten das angrenzende Dorf Unterkirchberg, den „vicus“ also, den die römischen Soldaten in ihrer eng bemessenen Freizeit werden besucht haben.

Wir starteten morgens um 8 Uhr im Rathaus Unterkirchberg mit dem Münzexperten Ewald Lohmüller, der uns anhand von echten Münzen aus Gold, Silber, Messing etc. einen beeindruckenden Überblick über die römische Geschichte bot. Dann ging’s in das Gelände, Gott sei Dank ohne nasse Füße! Kurz vor Mittag kamen wir dann im Talgrund am Fuß des Lagers an, suchten uns ein schattiges Plätzchen und versuchten unser frisch erworbenes Wissen bei den Spielen „Original oder Fälschung“ und einem Legespiel zur römischen Geschichte zu testen. Mit einem Picknick und echten (ähem …) römischen Tonaufnahmen endete die wohl günstigste und kürzeste Exkursion, die je für eine so lange Zeitspanne unternommen wurde. Ubi Viana est? Hic! Hier! Hic apud nos! Hier bei uns!