Als der römische Gutshof, den wir besuchten, in der Spätantike verlassen wurde, vergruben die Bewohner einen Kupferkessel mit allerlei nützlichem Gerät auf dem Gelände. Sie meinten tatsächlich, sie könnten vor den nahenden Feinden fliehen – irgendwelche plündernden Alamannenhorden – und nach ein paar Tagen zurückkehren, den Kupferkessel ausgraben und den Alltag wieder aufnehmen.

Das kam anders. Erst ca. 2000 Jahre später wurde der Kessel ausgegraben und auf den im Wald gefundenen Grundmauern wurde die villa rustica wiederaufgebaut, so dass wir sie anschauen können und sehen, wie die Römerinnen und Römer zusammen mit Kelten und Germanen in unserer Heimat gelebt haben.

Es war ein schöner, sonniger Tag auf dem Gelände der villa rustica. Jupiter ritt hoch oben auf der Jupiter-Gigantensäule wie immer einen Giganten nieder (wen auch sonst?), wir machten einen großen Bogen um das Krokodil im lacus (dem Teich), neben dem unsere Hütte, die domus supra lacum (Haus über dem Teich), stand und kamen – ohne Rücksicht auf den Hunger des „Alb-Krokodils“ – wohlbehalten wieder in Wiblingen an.

Vale! Tschüß!