Vertreter von allen möglichen Parteien hatten wir schon am Albert-Einstein-Gymnasium – aber einen Gewerkschafter ? Meines Wissens noch nie. Das zeigte sich unter anderem daran, dass Moritz Stiepert, Jungendbildungsreferent des DGB, zunächst viele ‚basics  klarstellen musste:

  • Welche Gewerkschaften gibt es ?
  • Was ist ein Betriebsrat ?
  • Welche Aufgaben hat er im Unterschied zu einer Gewerkschaft ?
  • Jungend- und Auszubildendenvertretung (JAV) – warum gibt es sie ?

Herr Stiepert erklärte, warum immer mehr Arbeitgeber den Arbeitgeberverband verlassen

( weil sie dann nicht mehr an Tarifverträge gebunden sind) und welche Gegenstrategien sich die Gewerkschaften einfallen lassen, warum Arbeitnehmer mit einem funktionierenden Betriebsrat in aller Regel zufriedenere Arbeitnehmer sind und warum die Gehaltsforderungen der Gewerkschaften nicht unmäßig sind ( weil sie sich an dem Produktivitätsfortschritt und der Inflationsrate orientieren).

KOntorvers wurden einzelne Flyer des DGB diskutiert, die Herr Stiepert den Schülerinnen und Schülern mitgebracht hatte.

Am Ende dürften die meisten Schüler zu der Erkenntnis gelangt sein, dass auch im 21. Jahrhundert Gewerkschaften unverzichtbar sind – weil der einzelne Arbeitnehmer nur im Zusammenschluss mit anderen etwas erreichen kann: beim Lohn, der Arbeitszeit und bei sozialen Standards.

 

H.Schmidt -Leiter der Politik-AG

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