Die Vielfaltcoaches am Albert-Einstein-Gymnasium

18. Mär 2021

Dian
Elif
Lara
Vielfalt Coach

In einer digitalisierten Welt wird es immer wichtiger, richtig informiert zu sein, gerade für die jungen Generationen. Themen wie Menschenrechte, Fake News, Verschwörungstheorien, Rassismus, (Cyber-) Mobbing, etc. prägen heute stärker denn je die Gesellschaft. Diese Themen sind entscheidend für die Zukunft. Denn wie können wir versuchen sie anzugehen, wenn wir durch die Verbreitung unterschiedlichster Ansichten nicht mehr wissen, was wir glauben sollen?

Deshalb gab das Albert-Einstein-Gymnasium uns, Lara Klein, Dian Saleh und Elif Erten, die Möglichkeit zur Ausbildung zum Vielfaltcoach, um am Schulleben aktiv mitzuwirken. Wir sind für alle Schülerinnen und Schüler da, die ein Anliegen bzw. Mitteilungsbedarf haben. Unser Ziel ist ein friedliches und tolerierendes Miteinander, weshalb wir auf Themen wie die oben genannten, aufmerksam machen und zusätzlich informieren wollen. Viele denken, dass das gerade in Zeiten von Digitalisierung nicht mehr nötig sei. Doch es ist sehr wichtig! Je mehr Leute Sozialen Medien beitreten, umso schwieriger kann es werden, sich eine Meinung, unabhängig von Beeinflussung, zu bilden und diese zu vertreten.

Aufgrund der derzeitigen Lage konnten wir uns leider nicht, wie ursprünglich geplant, persönlich mit unseren Ausbildern vom Demokratiezentrum in Göppingen treffen. Doch es hinderte uns nicht an unserem Vorhaben: wir hielten unsere erste Kurseinheit an zwei Tagen per Zoom-Meeting ab.

Nachdem wir uns vorstellten und austauschten, befassten wir uns am ersten Tag mit allem rund um das Thema Menschenrechte. Zunächst definierten wir diese und klärten historische Fakten wie Daten, Enstehungsgründe usw., bis wir uns schließlich den 30 Artikeln widmeten. Hierbei lernten wir sie, unterteilt in Grundlegende Rechte, Freiheitsrechte, Soziale Rechte und Rechte, bezogen auf die Rechtsprechung und Justiz, übersichtlich kennen. Danach diskutierten wir, wo die Menschenrechte anfangen, wo sie aufhören und worin ihre Prinzipien bestehen. Abschließend machte jeder von uns einen „Menschenrechtsführerschein“.

Am zweiten Tag beschäftigten wir uns mit den Themen Verschwörungstheorie, Fake News und Filterblase. Zunächst befassten wir uns mit Fake News. Das Gefährliche an diesen ist, dass sie teilweise richtige Informationen beinhalten, was es nochmal schwieriger macht, sie zu erkennen.

Dasselbe gilt für Verschwörungstheorien, Vermutungen von Verschwörungen, die zusätzlich immer ein Misstrauen gegen eine gezielte Person oder Gruppe darstellen. Die Absichten von Fake News und Verschwörungstheorien sind, die Menschen zu beeinflussen und zu manipulieren. Wie können wir also echte, auf Fakten basierende Nachrichten von Fake News unterscheiden? Und wie können wir es verhindern, in eine Verschwörung zu geraten? Darüber diskutierten wir eine Weile, bis wir deutliche Unterschiede und Hilfen sammelten bzw. zusammentrugen. Zum Schluss beschäftigten wir uns mit Filterblasen. Jeder, der Soziale Netzwerke benutzt, weiß, dass man immer nur das angezeigt bekommt, was einem gefällt bzw. wofür man sich interessiert. Das definiert Filterblasen: sie filtern das ganze Netzwerk individuell für einen selbst und schaffen einem eine „Blase“, d.h. einen Bereich, der begrenzt soziale Medien zeigt. Dies erfolgt durch Algorithmen, die durch das Speichern von Daten Informationen sammeln, beispielsweise dadurch, wie lange man sich einen bestimmten Post angesehen hat. Filterblasen sorgen für die Festigung der eigenen Meinung, da sie einem nicht andere, sondern dieselben Ansichten zeigen. Das wird als „Echokammer-Effekt“ bezeichnet. Gerade deshalb können sie auch Schlechtes hervorrufen, da sie Menschen mit unmoralischen und diskriminierenden Meinungen in ihrer Ansicht stärken, da ihnen nie die andere Seite gezeigt wird.

Wir freuen uns schon sehr, in Zukunft das Schulleben mitzugestalten und viele tolle Projekte durchzuführen.

Unsere Schule umfasst eine Vielfalt verschiedenster Menschen und doch gleichen wir alle uns in einem: dem Menschsein.

Elif Erten